42019 09 26 Kinemathek Logo Weiss Rgb

Vor bald 50 Jahren begann die Geschichte der Kinemathek Karlsruhe. Damals bildeten Mitglieder des Akademischen Filmstudios (AFK) an der Uni und der linksalternativen Werkstatt 68 eine “Initiativgruppe Kommunales Kino”, ermutigt durch das Beispiel des ersten kommunalen Kinos in Frankfurt. Nach zweimonatiger Probezeit im Jugendheim Anne Frank wurde im September 1974 der Verein “Arbeitsgemeinschaft Kommunales Kino Karlsruhe” gegründet.

1976 setzte eine spärliche Bezuschussung ein. In der Stadtverwaltung stieß man sich am Namen “Kommunales” Kino, denn eine städtische Trägerschaft gab es nicht und würde es auch nie geben. Seit der Jahreswende 1978 firmierte man als “Das Kino. Arbeitsgemeinschaft Film e.V.”.

Von Anfang an zeigte man Filme, die im kommerziellen Spielbetrieb nur geringe Chancen haben: Autorenfilme, Filmklassiker, Stummfilme, Experimental- und Avantgarde-Filme, Filme aus aller Welt, Filme in Originalfassung, Werkreihen, Präsentation mit Kommentar oder Diskussion, Stummfilme mit Klavierbegleitung.

1981 zog “Das Kino” in das neu eingerichtete Souterrain des Prinz-Max-Palais. Die sichere Basis führte zu vermehrten Aktivitäten und zu einer verstärkten Förderung durch die Stadt.

Es war die Idee des “Kinos” zu Ausstellungen oder Veranstaltungsreihen passende Filmreihen zusammenzustellen. Die Kunsthalle, der Badische Kunstverein, die Musikhochschule, das Jubez u.a. machten von diesem Angebot Gebrauch. “Das Kino” ist von Anfang an mit einem eigenen Beitrag bei den Europäischen Kulturtagen (EKT) und bei den “Frauenperspektiven” dabei. Der Verein ist Mitbetreiber der PRIDE PICTURES.

1993 benannte man den Verein und das Kino in Kinemathek um und 2010 verortete man sich am aktuellen Spielort in die Kaiserpassage 6.

In unserem Foyer, wo früher Kinomaler großflächige Gemälde anbrachten, mit denen die damaligen Kinohits beworben wurden, befindet sich seit 2020 die PhonoLuxMaschine. Zwei Projektoren werden anhand einer Mapping-Programmierung aufeinander abgestimmt. Dadurch können verschiedene Lichtspiele generiert werden, die auch durch die Glasfassade der Kinemathek auf den Vorplatz im Passagehof strahlen.

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