Der Welttag der seelischen Gesundheit wurde 1992 von der World Federation of Mental Health (WFMH), einer Unterorganisation der Weltgesundheitsbehörde WHO, ins Leben gerufen. Er findet jährlich am 10. Oktober statt, um auf die Belange von psychisch beeinträchtigten Menschen aufmerksam zu machen und die Stigmatisierungen abzubauen.
Die Kinemathek lädt zu diesem Anlass im Oktober zu Vorträgen und Filmvorführungen ein.
Barrierearm, klimatisiert und stillfreundlich
Welttag der Seelischen Gesundheit – Kinemathek Karlsruhe
im Kino
Originalfassung mit deutschen Untertiteln | (e) engl. UT
Vorstellung mit Einführung/Filmgespräch
Saal Veranstaltung im Saal | Box Veranstaltung in der Box | Foyer Veranstaltung im Foyer | Unterwegs Open Air & andere Orte
Keine passenden Termine.
Oktober/ Di 6. Heute
Daryl Wein, Zoe Lister-Jones, US 2021; 83′
How it ends
Daryl Wein, Zoe Lister-Jones, US 2021; 83′
- Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Vor dem Ende der Welt erhält die freiheitsliebende Liza eine Einladung zu einer letzten wilden Party. Die anstehende Apokalypse ist allerdings nicht ihr einziges Problem, denn ihr Auto wurde gestohlen. Ein chaotischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Oktober/ Sa 10.
Schneckenhaus & Hoffnungsschimmer
- Vorstellung mit Einführung/Filmgespräch
Die Dokumentation „Schneckenhaus & Hoffnungsschimmer - Selbsterfahrene Profis und ihre Diagnosen“ von Andrea Rothenburg begleitet Psychiaterinnen und Psychiater, einen Arzt, sowie eine Kinder- und Jugendtherapeutin, die den Mut aufbringen, ihre persönlichen Erfahrungen mit Depressionen, Bipolarität, ADHS, Suchterkrankungen und Traumata zu teilen.
Menschen also, die täglich anderen helfen und gleichzeitig selbst betroffen sind. Entstanden ist ein eindrucksvolles, sensibles Porträt von Menschen, die sich bewusst gegen das Schweigen entschieden haben. Sie verlassen ihr „Schneckenhaus“ und werden zu Hoffnungsträgern – für sich selbst und für andere. Die Dokumentation setzt ein kraftvolles Zeichen gegen Stigmatisierung und für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Darüber zu sprechen kann nicht nur befreien, es kann Leben retten.
Eine Veranstaltung der Selbsthilfegruppe Bipolar Karlsruhe

Oktober/ So 11.
Jelena Ilić, DE 2026; 81′
Eine Krankheit wie ein Gedicht
Jelena Ilić, DE 2026; 81′
Drogeninduzierte, chronifizierte, schizo-affektive Psychose des manischen Formen- kreises, Typ polytox, kein morphin Typ - das ist die Diagnose meines Vaters. Übersetzt bedeutet das, dass er immer wieder denselben Kreislauf durchlebt: er verfällt in drogen- induzierte Psychosen, wird in Psychiatrien ausgenüchtert und versinkt danach in depressiver Scham. Während dieser Psychosen ist er unberechenbar und lebt seine Gewalt offen aus, gegen die Menschen in seinem Umfeld - auch gegen meine Mutter und mich. Für mich ist er jedoch nicht nur ein Täter, dessen Taten ich zutiefst verurteile, sondern auch ein Mensch, den ich liebe und ein Künstler, den ich bewundere. Seine Psychosen und Innenwelten hat er in Fotografien, Malereien und Skulpturen verewigt und dokumentiert. Er kämpft gegen sich selbst, seine Krankheit und gegen das System. Und ich an seiner Seite.
Oktober/ Di 13.
Jelena Ilić, DE 2026; 81′
Eine Krankheit wie ein Gedicht
Jelena Ilić, DE 2026; 81′
Drogeninduzierte, chronifizierte, schizo-affektive Psychose des manischen Formen- kreises, Typ polytox, kein morphin Typ - das ist die Diagnose meines Vaters. Übersetzt bedeutet das, dass er immer wieder denselben Kreislauf durchlebt: er verfällt in drogen- induzierte Psychosen, wird in Psychiatrien ausgenüchtert und versinkt danach in depressiver Scham. Während dieser Psychosen ist er unberechenbar und lebt seine Gewalt offen aus, gegen die Menschen in seinem Umfeld - auch gegen meine Mutter und mich. Für mich ist er jedoch nicht nur ein Täter, dessen Taten ich zutiefst verurteile, sondern auch ein Mensch, den ich liebe und ein Künstler, den ich bewundere. Seine Psychosen und Innenwelten hat er in Fotografien, Malereien und Skulpturen verewigt und dokumentiert. Er kämpft gegen sich selbst, seine Krankheit und gegen das System. Und ich an seiner Seite.
Oktober/ Mi 14.
Alexandra Pohlmeier, 2009; 90′
Gespräch mit Regisseurin Alexandra Pohlmeier
Himmel und mehr - Dorothea Buck auf der Spur
Alexandra Pohlmeier, 2009; 90′
- Vorstellung mit Einführung/Filmgespräch
Gespräch mit Regisseurin Alexandra Pohlmeier
Die Bildhauerin Dorothea Buck ist durch die Hölle gegangen. Aus eigener Kraft hat sie zurück in ein erfülltes Leben gefunden. „Himmel und mehr“ zeigt Weg und Werk einer außergewöhnlichen Frau.
1917 geboren gerät Dorothea Buck mit neunzehn Jahren in eine schwere psychische Krise. Die ärztliche Diagnose Schizophrenie stempelt sie im Dritten Reich als minderwertig ab, gemäß dem Erbgesundheitsgesetz wird sie 1936 zwangssterilisiert. Einige Jahre später entgeht sie nur knapp der „Euthanasi”. Bis 1959 erlebt sie insgesamt fünf psychotische Schübe und die jeweils neuesten Heilmethoden: Dauerbad, Insulinschocks, Elektroschocks, Psychopharmaka.
Entgegen der ärztlichen Unheilbarkeitsprognose versucht Dorothea Buck zu verstehen, was sie in die Psychose getrieben hat und entwickelt eine eigene Theorie ihrer Erkrankung. So findet sie schließlich den Schlüssel zu ihrer endgültigen Heilung. Untrennbar damit verbunden ist ihre Entwicklung zu einer ausdrucksstarken und vielfach ausgezeichneten Bildhauerin.
Eine geradezu unglaubliche Geschichte, beinahe ein Wunder, dass Dorothea Buck das alles erlebt und überlebt hat. Am meisten aber staunt man darüber, welche Kraft sie aus ihrem Schicksal gezogen hat – Kraft für ihren jahrzehntelangen, unerschrockenen und oft erfolgreichen Kampf für mehr Menschlichkeit in der Psychiatrie.
Die Regisseurin Alexandra Pohlmeier hat Dorothea Buck zwischen 2001 und 2008 regelmäßig in ihrer Hamburger Atelierwohnung besucht und auf ihren Reisen begleitet, um diese große Lebenserzählung festzuhalten. Ergänzt wird sie durch die Außenperspektive der jüngeren Schwester, die ein Schlaglicht auf die Rat- und Hilflosigkeit von Angehörigen psychisch Erkrankter wirft.
Einen besonderen Stellenwert bekommt das künstlerische Werk Dorothea Bucks: Akzentuiert eingeschnitten entfaltet sich ein beeindruckendes bildhauerisches Schaffen, das vor allem das zu beschwören scheint, was ihr in den so genannten Heilanstalten versagt geblieben ist: Menschliche Zuwendung und Wärme.
„Himmel und mehr” ist ein Film über eine mutige Frau - ein Film, der Mut macht.
Oktober/ Sa 17.
DF
MaschenKino – Stricken bei gedämmtem Licht
MaschenKino | Ach diese Lücke
- Deutsche Fassung
- Vorstellung mit Einführung/Filmgespräch
MaschenKino – Stricken bei gedämmtem Licht
Beim MaschenKino kannst Du nach Herzenslust stricken oder häkeln, während im Hintergrund ein Film läuft. Das Licht im Kino ist gedimmt, sodass die Maschen noch gut zu sehen sind. Schnapp dir deine Nadeln, dein Garn und deine Freundinnen und Freunde – hier treffen sich Handarbeitsfans für gemütliche Stunden mit Kino-Flair in der Kinemathek.
Filminhalt:
Der zwanzigjährige Joachim wird unerwartet an der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern ein. Von da an versucht er, seine Identität als junger Mann zwischen der Welt des Theaters und dem Alltag seiner exzentrischen Großeltern zu finden.
Oktober/ Do 29.
Fatih Akin, DE/BE 2025; 93′
Amrum
Fatih Akin, DE/BE 2025; 93′
Amrum, 1945: Das Ende des Zweiten Weltkrieges steht unmittelbar bevor. Um seine Mutter in den letzten Kriegstagen zu unterstützen, ist sich der zwölfjährige Nanning (Jasper Billerbeck) für nichts zu schade. Er geht Seehunde jagen oder nachts fischen, Hauptsache, am Ende des Tages steht was zum Essen auf dem Tisch. Doch nachdem der Frieden eingekehrt ist, steht die Familie vor völlig neuen Problemen ...