Bauhaus und Film

Mit diesem Programm vertiefen wir einen Aspekt der parallel laufenden Ausstellung ›bauhaus.film.expanded‹ (1.2.–17.5.) im ZKM – und zwar den der Reformarchitektur, mit fast ausschließlich dort nicht gezeigten Filmen. Das ›Staatliche Bauhaus‹ gilt als die einzige konkrete Materialisierung der Ideen des 1918 gegründeten ›Arbeitsrat für Kunst‹, dem auch Walter Gropius angehörte. Dieser forderte u.a. die Anerkennung aller Bauaufgaben als öffentliche (und nicht private) Aufgabe! Das Bauhaus ist insbesondere im Architekturbereich Teil breiterer Reformbestrebungen der Weimarer Republik. Es wird heute gerne als eine der ›einflussreichsten Bildungsstätten‹ überhaupt bezeichnet. Insbesondere die medial versierten Direktoren Walter Gropius und Mies van der Rohe machten aus dem Bauhaus eine ›Marke‹ (engl. Brand = Brandzeichen), dank markanter Eigenschaften der Bauhaus-Produkte, frühem ›corporate Identity‹, aber auch mit Hilfe geschicktem, durch das Exil in den USA noch potenziertem PR-Managements.