Streik im Film

Der Streik ist das klassische Mittel im Arbeitskampf. Zur Durchsetzung allgemeiner politischer Ziele wird er – vor allem in Deutschland – kaum eingesetzt. Das soll am 20. September anders sein. Um der Forderung nach einem entschiedenen Handeln gegen die Klimakrise Nachdruck zu verleihen, hat die Bewegung Fridays for Future zu einem weltweiten Streik aufgerufen.

 

Wir stellen an diesem Tag zwei Filme vor, die einmal aus historischer und dann aus zeitgenössischer Perspektive das Thema Streik behandeln. Sergej Eisensteins erster längerer Film Streik (19:00) aus dem Jahr 1925 behandelt einen Fabrikarbeiterstreik im zaristischen Russland, der schließlich von Militär niedergeschlagen wird. Ein frühes Beispiel für die kühne Montagekunst des Regisseurs. Einen aktuellen Arbeitskampf in einer französischen Autozulieferfabrik schildert Stephane Brizé in seinem Film Streik (21:15). Obwohl die Fabrik Gewinne macht, soll sie geschlossen und die Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden. Die Belegschaft leistet erbitterten Widerstand, der auch unter den Arbeiter*innen zu Konflikten führt.