Xavier Dolan

L‘enfant chéri du Quebec

 

„Bei aller Virtuosität blendet Xavier Dolan aber nicht mit Regie-Mätzchen. Alle eingesetzten Mittel stehen im Dienst der Geschichte. Er macht kein verrätseltes Kunstkino, sondern große Kinokunst. Seine Erzählleidenschaft kennt keine Grenze. Bei Dolan wird noch der Abspann zum Epilog. Er muss immer weiter erzählen. Buchstäblich bis zum letzten Bild.” (Oliver Kaever in: Die Zeit)

 

Mit einem Paukenschlag – oder eher einem Trommelfeuer der Dialoge – betrat 2009 ein gerade mal 20-jähriger Bursche aus Quebec die große Bühne des internationalen Filmschaffens und blieb. Zehn Jahre später hat er ein Werk von insgesamt sieben Filmen aufgebaut, mit immer berühmteren Namen im Ensemble und wachsenden Budgets in der Hinterhand.

 

Dabei ist Dolan Autodidakt, ohne Ausbildung an einer Filmschule. Allerdings wuchs er quasi unter dem Kameraauge auf: Sein Vater war Artist und Schauspieler, Dolan selbst stand schon früh für Werbespots und später für Serien vor der Kamera und im Synchronstudio. Mit seinen Honoraren finanzierte er seinen ersten Film I KILLED MY MOTHER, den er passenderweise in der Wohnung seiner Mutter drehte.

 

So gerne sich Dolan selbst vor die Kamera stellt – in drei seiner Filme gab er die Hauptrolle – so gerne arbeitet er mit einem festen Team, zu dem Schauspielerinnen wie Suzanne Clément, Nathalie Baye und Anne Dorval ebenso wie Kameramann André Turpin gehören. Er sucht das Experiment, jongliert mit den Genres ebenso wie mit den Seitenverhältnissen des Formats. Er brilliert mit homoerotischen Psychothrillern wie mit übergroßen Melodramen oder durchgestylten Hipster-Studien und bleibt in allem unverwechselbar: Xavier Dolan.

 

 

 

Filme & Spielzeiten

Do, 04. April
21:15
Fr, 05. April
19:00
Sa, 06. April
21:15
Fr, 29. März
21:15
Sa, 30. März
19:00
So, 31. März
19:00