Peter Liechti: Einbrüche/Ausbrüche

Mit Peter Liechti verstarb vor 5 Jahren einer der profiliertesten Filmemacher der Schweiz. Begonnen hatte er seine künstlerische Karriere als Experimentalfilmer, Mitte der 1980er, bald wurde er auch als Dokumentarist von Kunstprojekten bekannt. Seit Mitte der 1990er entwickelte er eben jenen essayistischen Stil, der ihn über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt machte: Visuell brodelnd, lakonisch und nicht unironisch im Ton, ist bei den Essayfilmen Liechtis immer klar, dass sie uns einen äußerst subjektiven Zugriff auf die Wirklichkeit anbieten. Ein durchgängiges Motiv seiner Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit Landschaften. Mit statischen Settings, in die seine Protagonisten – Aktionskünstler, Selbstmörder oder der Filmemacher selbst – einbrechen mit dem Ziel, aus ihren Leben, der Normalität auszubrechen, für einen Moment des Aufruhrs zu sorgen, um dann wieder zu verschwinden. In vier Filmen aus drei Jahrzehnten wollen wir uns diesen Einbrüchen und Ausbrüchen Liechti‘scher Façon widmen.

 

Mit freundlicher Unterstützung des Schweizer Generalkonsulats Stuttgart.