Asynchron

Gegen das Vergessen und das Leugnen des Holocausts und der Verbrechen des Nationalsozialismus sind in den vergangenen Jahrzehnten ganz unterschiedliche Formen des filmischen Erinnerns entstanden. Dabei sah und sieht sich jede filmische Annäherung an das Thema mit der Frage nach der Darstellbarkeit des eigentlich nicht Darstellbaren konfrontiert. Auch wenn Archivaufnahmen und die Erzählungen von Überlebenden häufig eine zentrale Rolle spielen, fanden viele der dokumentarischen oder essayistischen Filme in künstlerischer, wie moralischer Hinsicht zu ganz verschiedenen Lösungen, die Sprachlosigkeit angesichts des Massenmords zu überwinden.

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz hat das Berliner Arsenal - Institut für Film und Videokunst aus seiner umfangreichen Sammlung unter dem Titel „Asynchron“ eine Auswahl an Dokumentar- und Experimentalfilmen zum Holocaust zusammengestellt, die ganz oder teilweise in den kommenden Wochen bundesweit in ausgewählten Kinos zu sehen ist.