Handicap im Film

In Zusammenarbeit mit der IL-KA gGmbH Karlsruhe präsentieren wir vom 11. bis 14. April das vierte Handicap im Film Festival Karlsruhe. Die internationale Auswahl an Spiel- und Dokumentarfilmen erzählt Geschichten von Menschen mit und ohne Behinderung. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie für einen verständnisvollen Umgang miteinander plädieren und für die Akzeptanz des Menschseins in all seinen Facetten.

 

Der Eröffnungsfilm Sandmädchen (11.4.) entführt in die Alltags- und Erfahrungswelt der jungen Autistin Veronika Raila. Das beeindruckende Porträt dreier berühmter Fotokünstler*innen, deren Sehschwäche zum Ausgangspunkt ihrer visuellen Erkundungen geworden ist, zeichnet Shot in the Dark (12.4.). Der neuseeländische Spielfilm Das Talent des Genesis Potini (12.4.) erzählt erfrischend unsentimental aus der ungewöhnlichen Biografie eines Schachspielers, der sein Leben lang unter einer bipolaren Störung litt.

Nicht weniger beeindruckend ist der Lebensweg von Uwe Pelzel, einem der ältesten Menschen in Deutschland mit Down-Syndrom, der in Uwe geht zu Fuß (13.4.) portraitiert wird. Zu einer gelungenen Balance zwischen Humor und Verzweiflung findet der Poetry-Slamer Grand Corps Malade in seinem autobiografischen Spielfilmdebüt Lieber leben (13. und 14.4.). In dem preisgekrönten Kinderfilm Zugvögel – Wenn Freundschaft Flügel verleiht (14.4.) aus Frankreich wird die an den Rollstuhl gefesselte, 10-jährige Margaux durch Zufall zur Enten-Mutter eines frisch geschlüpften Kükens. Der Klassiker Einer flog über das Kuckucksnest (14.4.) aus dem Jahr 1975 beendet schließlich das Festival. Für die Filme Sandmädchen und Zugvögel werden am 12. und 13.4. jeweils um 10 Uhr Schulvorstellungen angeboten. Interessierte Lehrkräfte können sich im Büro der Kinemathek anmelden.

 

Im Anschluss an einige der Filme wird es eine Diskussion mit Fachleuten geben. Ein ausführliches Programmheft ist im Kino erhältlich.