Antisemitismus in Baden-Württemberg

Vortrag von Carolin Ziemer

 

 

Das antisemitische Attentat von Halle im Oktober 2019 war mitnichten ein „unvorstellbares“ „Alarmzeichen“, sondern Ausdruck des wachsenden antisemitischen Klimas in der Bundesrepublik. Die Kontinuitäten des Antisemitismus nach 1945 sind in der BRD, wie der DDR bis in die Gegenwart nachzuvollziehen; dabei hat sich die Artikulation des Antisemitismus seit dem Ende des Nationalsozialismus in vielgestaltiger Form verändert. Er bricht sich Bahn in primärer und sekundärer Form, als Umwegkommunikation in Form von israelbezogenem Antisemitismus sowie als Verschwörungsmentalität. Die Leipzig-Studien (ehem. Leipziger Mitte-Studien) machen es sich seit 2002 zur Aufgabe, unterschiedliche Manifestationen antisemitischer Einstellungen im gesamten Bundesgebiet zu erfassen. Die Ausprägung und Entwicklung des Antisemitismus von 2002 bis 2018 werden im Rahmen des Vortrags von Carolin Ziemer mit einem Fokus auf Baden-Württemberg vorgestellt und im Anschluss diskutiert