As I Was Moving Ahead Occasionally I Saw Brief Glimpses of Beauty

USA 2000, Jonas Mekas, 16mm, 286 Min.
englische OV

 

 

Der im Januar verstorbene Jonas Mekas war eine der Schlüsselfiguren der amerikanischen Filmavantgarde. Geboren 1922 in Litauen, von den Nazis in ein Arbeitslager verschleppt, verbrachte er nach dem Krieg als Staatenloser zwei Jahre in Deutschland in einem Camp für „displaced persons“. Mit seinem Bruder Adolfas emigrierte er 1949 nach New York. Ab den 1950er Jahren machte er eigene kleine Filme, gründete die Film-makers‘ Cooperative, die Zeitschrift Film Culture und die Sammlung des legendären Anthology Film Archives. Mit seiner gewichtigen Filmkolumne im Magazin Village Voice stritt er für ein unabhängiges und experimentelles Filmschaffen jenseits der Industrie.

 

Wir erinnern an Jonas Mekas mit seinem vielleicht berühmtesten Tagebuchfilm, den er 2000 aus dem Material zusammenstellte, das er in rund 30 Jahren mit seiner Bolex-Kamera aufgenommen hatte. Eine Liebeserklärung an die Stadt New York und nicht zuletzt ein Plädoyer für die Freiheit des Filmemachens.