ANCHOR AND HOPE

SPANIEN 2017, CARLOS MARQUES-MARCET
113 MIN. | ENGLISCH/SPANISCH MIT ENGLISCHEN UNTERTITELN

 

 

Ein Hausboot auf den Kanälen Londons. Eva und Kat, Mitte dreißig, leben ihren Traum: Immer wieder unterschiedliche Ankerplätze, Schleusen, ihr kleines treibendes Zuhause, in dem sie umherschippern - ein sorgloses Leben auf dem Wasser führend. Herz was willst du mehr?


Skurrile Begegnungen mit Evas Mutter lassen vermuten, dass diese Unabhängigkeit nicht immer selbstverständlich war. Als Roger aufkreuzt, Kats bester Freund aus Kindheitstagen, ist das Chaos perfekt: Die drei feiern und trinken zusammen, der Alkohol löst die Zunge, ermutigt spricht Eva ein heikles Thema an: Ihren Kinderwunsch. Eins ergibt das andere und plötzlich ist aus Evas schlummerndem Traum die Idee gesponnen, es mit Rogers Hilfe zu versuchen. Mittendrin natürlich auch immer wieder Evas Mutter samt anderer Meinung.


Kurzum, es kommt, wie es kommen muss, die Ernüchterung folgt auf den Fuß. Kat hadert mit sich, kann sich mit der Idee von einer eigenen Familie nicht so recht anfreunden. Und so ist ihr Leben plötzlich alles andere als sorglos, Kat und Eva gehen getrennte Wege, jede nimmt sich auf ihre Art Zeit für sich, um sich klar zu werden wie es weitergehen soll und zu vermissen. Reicht das zum Versöhnen?


Mit Situationskomik, Charme und Fingerspitzengefühl führt uns Regisseur Marques-Marcet durch die nicht leichte Thematik. Als Mutter-Tochter-Gespann konnte er niemanden geringeren gewinnen als Oona Chaplin, Charlie Chaplins Enkelin, und ihre Mutter Geraldine Chaplin, die als ihre leicht esoterisch angehauchte Leinwand-Mutter brilliert.