Global Family

Melanie Andernach / Andreas Köhler, 88 Min.

 

Äthiopien, Deutschland, Italien, Kanada – die Familie von Yasmin ist gut herumgekommen, das unerwünschte Ergebnis politischer Umstände. Sie sind vor vielen Jahren aus Somalia vor den Schrecken des andauernden Krieges geflohen. Yasmins Vater Shash könnte heute Ministerpräsident in seiner Heimat sein, doch der Bürgerkrieg vertrieb und verstreute die Familie. Shash, Yasmin und deren Kinder leben in Deutschland, einer seiner Brüder in Italien, andere Familienmitglieder in Kanada. Nicht alle haben die Integration so gut geschafft wie Yasmin in Deutschland. Shash selbst fühlt sich wie ein namenloser Asylant. Und Imra, Shashs 88 Jahre alte Mutter, hat es nach Äthiopien verschlagen, wo sie von einer Nichte und einem weiteren Bruder unter ärmlichsten Bedingungen gepflegt wird. Als Imra plötzlich gezwungen ist, ihr Exil zu verlassen, bemüht sich die großteils mittellose Familie um eine Lösung. Shash und Yasmin fahren schließlich nach Äthiopien und sehen zum ersten Mal seit 30 Jahren die Mutter und Großmutter wieder. Die Emotionen schießen über, unterschiedliche kulturelle und soziale Erfahrungen prallen aufeinander. Jedoch müssen jetzt alle zusammenhalten. Wie geht eine afrikanische Familie damit um, wenn sie durch Flucht getrennt wurde und sich die Mitglieder unterschiedlich entwickelt haben?