Jeanne Dielmann, 23 Quai du Commerce, 1080 Bruxelles

B / F 1975, Chantal Akerman
mit Delphine Seyrig, Jan Decorte, Henri Stork. Digital, 201 Min., Französisch/englische Untertitel

 

 

Der Film zeigt drei Tage im Leben Jeanne Dielmans, einer jungen belgischen Witwe, die mit ihrem sechzehnjährigen Sohn in einer kleinen Wohnung lebt. Die meiste Zeit verbringt sie alleine in der Wohnung, beschäftigt mit Hausarbeiten, die ihre Energien absorbieren: einkaufen, die Möbel abstauben, Körperpflege usw. Zu ihrer Routine gehört, dass sie jeden Nachmittag für Geld mit einem Mann schläft. Ihre Tätigkeiten werden so präzise und ausführlich gezeigt, dass, wenn am zweiten Tag die Ordnung aus irgendeinem Grund gestört wird, einem das sogleich auffällt.

Bt. als Zitat rechtsbündig

„Filme machen ist für alle Menschen schwierig, die Männer haben auch Schwierigkeiten, Ausdrucksformen zu finden, aber der Blick mit dem Frauen die Dinge ansehen, ist oft verschieden von dem der Männer. Die Art wie sich dieser Blick ausdrückt, ist nicht ohne weiteres zu vermarkten, drückt sich nicht in einer traditionell verwertbaren Weise aus. Genau das finde ich so kompliziert.“ (Chantal Akerman, Frauen und Film, Nr. 7, März 1976)