Über Leben in Demmin

Deutschland 2017, Martin Farkas
Digital, 90 Min.

 

 

Ein 8. Mai in Deutschland. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus in Demmin, einer kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Gespenstische Stille, unruhiges Warten. Sieben Hundertschaften Polizei nehmen Position ein. Neonazis formieren sich. Hier soll heute nicht der Tag der Befreiung gefeiert werden. Die rechtsradikalen Demonstrant*innen wollen einem Ereignis gedenken, das sich kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs in dem Ort abgespielt hat. Hunderte Einwohner*innen nahmen sich das Leben – aus Angst vor der besiegelten Niederlage. Martin Farkas Dokumentarfilm erzählt von Fremdenfeindlichkeit, falscher Trauer und dem politischen Missbrauch von Gefühlen – aber auch vom Überleben, vom Willen, sich gegen Hass und Fanatismus zu stellen.


Präsentiert in Kooperation mit Amnesty International Karlsruhe.

Am 21.3. ist Catherine Devaux (Amnesty International Karlsruhe) für ein Filmgespräch zu Gast.