Furusato – Wunde Heimat

Deutschland 2017, Thorsten Trimpop
Digital, 94 Min., Japanisch/dt.UT

 

 

Warum leben Menschen in einer Gegend, von der sie wissen, dass von ihr eine unsichtbare tödliche Gefahr ausgeht?  Der Distrikt Fukushima gilt nach der Reaktorkatastrophe von 2011 trotz viel zu hoher Strahlenwerte als weiterhin bewohnbar. Dort leben 57.000 Menschen – teils bewusst, teils weil sie nicht anders können. Indem der Film diesen Ort als verwundete Landschaft zeichnet, schafft er ohne weitere Erklärungen ein tiefes Verständnis für die Schönheit der japanischen Idee von Heimat. Die Landschaft, in der man geboren wird, ist heilig: sie ist das ›Furusato‹. So fühlen sich die verbliebenen Bewohner der Gegend um Fukushima verantwortlich – für ihre Heimat, die Aufrechterhaltung ihrer Traditionen, ihre Mitmenschen und Tiere.

 

Am 4.3. ist der Regisseur Thorsten Trimpop für ein Filmgespräch zu Gast.