Gertrud

DK 1964, Carl Theodor Dreyer
Mit Nina Pens Rode, Bendt Rothe, Ebbe Rode. Digital, 116 Min., Dänisch / engl.UT

 

 

Dreyer gilt – ähnlich wie Orson Welles – trotz seines relativ kleinen Werks, als einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte. Gertrud ist sein letzter und vielleicht persönlichster Film, „den ich mit ganzem Herzen gemacht habe“. Liebe ist hier alles. Die Vorherrschaft der Gefühle über gesellschaftliche Macht und Ruhm findet eine bedingungslose Verkörperung in der Protagonistin Gertrud. Sie verlässt ihren karrierebesessenen Ehemann wegen eines Geliebten, in dessen Aufrichtigkeit sie sich jedoch täuscht. Am Ende beschließt sie alleine nach Paris zu gehen, um Psychologie zu studieren.