Vortrag:Die Studentenbewegung 1965 bis 1968: Der Aufstand gegen die Nazi-Generation

Hannes Heer

 

 

Am 6. Mai 2018 um 19 Uhr wird in der Kinemathek Karlsruhe die von Mai bis Oktober laufende Filmreihe ’68 und die Folgen – Celluloid im Aufruhr in Kooperation mit dem Stadtmuseum Karlsruhe eröffnet.

 

Der Hamburger Publizist, Historiker und Filmemacher Hannes Heer wird die Reihe mit einem Vortrag unter dem Titel Die Studentenbewegung 1965 bis 1968: Der Aufstand gegen die Nazi-Generation eröffnen. 


Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des „Dritten Reiches“ stellt die Jugend die Vertrauensfrage: Sie protestierten gegen die Lüge der Eltern und gegen die nach dem Krieg von Regierung und Gesellschaft betriebene Auslöschung der deutschen Schuld durch den Freispruch und die Integration der Nazi-Eliten in den neuen Staat. Die Unterstützung des Schah-Regimes wie des Völkermordes der USA in Vietnam, die Erschießung von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 und der Mordanschlag auf Rudi Dutschke führten dazu, dass Millionen junger Menschen sich von diesem Staat nicht mehr vertreten sahen.

 

Hannes Heer wurde 1941 in Wissen/Sieg geboren. Er studierte Literaturwissenschaft und Geschichtswissenschaft. 1968 Staatsexamen in Bonn, Berufsverbot wegen seiner Tätigkeit im „Sozialistischen Deutschen Studentenbund“ (SDS). Rundfunkjournalist, Lehrbeauftragter, Theaterdramaturg und Filmregisseur. Von 1993 bis 2000 war er Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und Leiter des Ausstellungsprojekts "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 – 1944“. Er ist Träger der Carl-von-Ossietzky-Medaille 1997.


Im Anschluss an der Vortrag Filmvorführung: Film: Mein 68 – Verspäteter Brief an meinen Vater