Die Strände von Agnes

Les plages d‘Agnès
Frankreich 2008, Agnès Varda, Digital, 110 Min.
Franz./dt.UT

 

 

Mit dem Tod von Agnès Varda im vergangenen März verlor nicht nur das französische Kino eine seiner schönsten, eigenwilligsten und inspirierendsten Stimmen. Die Filmfestspiele von Cannes verneigten sich vor dieser großen Künstlerin, in dem man sie im Mai für das offizielle Festival-Plakat auswählte.

 

Darauf sieht man die Regisseurin bei den Dreharbeiten zu ihrem ersten Film 1955, wie sie auf dem Rücken ihres Kameramanns steht und selbst durch die Kamera schaut. Wir erinnern an die Wegbereiterin der Nouvelle Vague mit einem Film, den sie sich selbst zum 80. Geburtstag geschenkt und mit dem sie eine ganz eigene Form der filmischen Autobiografie gefunden hat. Sie kehrt zurück zu den Stränden, die ihr Leben geprägt haben und inszeniert sich selbst inmitten von Ausschnitten aus ihren Filmen, Bildern und Texten.

 

Sie erzählt von ihrer Kindheit, den Anfängen als Theaterfotografin, ihrem Leben mit Jacques Demy, ihrem feministischen Engagement, ihren Reisen nach Kuba, China und in die USA, ihrer Karriere als unabhängiger Produzentin und ihrer Liebe zum Strand. All das teilt sie mit dem Publikum – und das mit viel Humor und Emotionalität.