Uwe geht zu Fuß

Deutschland 2009, Florian von Westerholt
Digital, 79 Min., empfohlen ab 12 Jahren

 

 

Ein Film über den 1943 geborenen Heikendorfer Uwe Pelzel, der einer der ältesten Menschen mit Down-Syndrom in Deutschland war. Der Film erzählt nicht nur seinen besonderen Lebensweg, sondern auch vom selbstverständlichen und liebevollen Umgang der Gemeinde Heikendorf mit Uwe, die den Begriff Inklusion weder kennt noch braucht.

„Dies ist ein Film über das Glück. Tatsächlich wollte ich keinen Film machen, der die Beschwerlichkeiten des Lebens mit einem Menschen mit Behinderung zeigt, denn Filme mit dieser Thematik gibt es mehr als genug (...) Die Anstrengung, die Uwes Schwester Inge Stern aufbringen muss, um ihm dieses Leben zu ermöglichen, wird nur am Rande gestreift. Sie hat die eher seltene Lebensauffassung, sich selbst als Teil einer sozialen Gemeinschaft zu verstehen und Verantwortung und Liebe nicht als Freiheitsberaubung, sondern als persönlichen Gewinn zu begreifen. Ihr Vertrauen in dieses Projekt macht mich stolz.“ (FvW)

 

„...Vor allem aber hat der Film einen dieser wenigen, wertvollen Momente geschaffen, in denen man daran erinnert wird, was wirklich wichtig ist: Familie, Freunde, ein Zuhause und sich noch an einfachen Dingen erfreuen zu können. Inmitten der Jagd nach Anerkennung, Steuervorteilen und Anschaffungen mal innezuhalten und die Magie des Augenblicks wahrzunehmen. Die Maßstäbe anderer Menschen anzuerkennen, auch wenn man sie nicht unbedingt teilt. Zu erkennen, dass in einer kleinen Welt aus Schützenfesten, Kreisligafussballspielen und sonntäglichen Spielmannszügen so mancher mehr Glück findet als Andere, die auf ihrer Suche nach Glück um die ganze Welt gehetzt sind.“  (Premierenkritik von Miriam Quentin, Mizzieland)

 

Nach dem Film besteht Gelegenheit zum Gespräch mit Fachleuten.