City Girl / Unser täglich Brot

1930, F. W. Murnau, 89 Min.
Musikalische Begleitung: Stephen Horne (Klavier)

 

 

Der Film erscheint wie eine Fortsetzung von “Sunrise”, greift er doch den Gegensatz von Stadt und Land in ähnlicher Weise wieder auf. Wo Murnaus Sympathien liegen, ist ebenfalls wieder offensichtlich.

Lem Tustine, der Sohn eines Weizenfarmers in Minnesota wird von seinem Vater nach Chicago geschickt, um die Jahresernte zu verkaufen. Er kann den erhofften Preis jedoch nicht erzielen und weiß, was das für die Familie bedeutet. Vor seiner Heimreise verliebt er sich in die Kellnerin Kate und nimmt sie prompt mit auf die elterliche Farm. Dort fällt es Kate sehr schwer, sich an das Landleben zu gewöhnen, vor allem weil ihr Schwiegervater sie vollkommen ablehnt.

Als eines Tages ein Hagelsturm droht, die Weizenfelder zu vernichten, und Lems Bruder die Situation ausnutzt, um Kate Avancen zu machen, kommt es zu einer dramatischen Zuspitzung. 

Ein Hinweis: Wer Terrence Malicks wunderbaren Film “Days of Heaven” (In der Glut des Südens, USA 1978) kennt, wird sehen, wo und wie sich einer der eigenwilligsten amerikanischen Regisseure hat inspirieren lassen.