S.O.S. Insel der Tränen

1920-21, Lothar Mendes , 73 Min.
Musikalische Begleitung: Reiko Emura (Klavier), Shinichi Minami (Percussion)

 

Das Szenario von Bronnen/Brecht entwirft eine Robinsonade, ein in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts beliebtes Genre, im Theater wie im Kino. Paul Wegener, der den aggressiven Matrosen Jack spielt, verlässt seine Frau, um auf eine Seereise zu gehen. Das Schiff strandet auf einer einsamen Insel, die einzigen Überlebenden sind Jack und eine junge Frau. Die sich erwartungsgemäß einstellenden sexuellen Spannungen enden in der Vergewaltigung Lilians durch den brutalen Jack. Nach ihrer späten Rettung von der Insel flüchtet sich Lilian in die Ehe mit einem Kapitän und will die traumatischen Ereignisse vergessen. Doch da taucht Jack wieder auf...

 

Im Anschluss an die Vorstellung führen Prof. Dr. Jan Knopf und Josef Jünger ein Gespräch zum Thema Literatur und Film, das von Hannes Gürgen moderiert wird.