Junges Deutsches Kino
Wovon sollen wir träumen
Constantin Hatz, Milena Aboyan, DE 2025; 108′
Drama Sprache: DE
Der Film verbindet drei Lebenslinien zu einem gemeinsamen Panorama und erforscht, wie Gewalt ihre Form wechselt, wie sie sich tarnt und wie schwer es ist, ihr zu entkommen, wenn sie längst zur Umgebung geworden ist. Der Krieg verbindet Evîn, Laura und Julia miteinander. Er ist nah und fern zugleich, er waltet auch in der deutschen Großstadt, schweigend, ohne Gefecht. Da ist der gegenwärtige Krieg, in dem Evîn in einer kurdischen Fraueneinheit gekämpft hat und der nunmehr in Deutschland unsichtbar fortgesetzt wird. Da ist der vergangene Krieg als schwerer Seelenballast, der Laura von ihrer Mutter weitergegeben wurde. Und da ist der Krieg als Schlachtfeld innerhalb der Familie, auf dem Julia mit sich und für sich selbst kämpft.
Auf unterschiedliche Weise suchen die drei Frauen nach einer Sprache für etwas, das immer wieder zum Schweigen zwingt.
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