Ronja Räubertochter
Tage Danielsson, SCHWEDEN 1986; 121′
Ronja Räubertochter war für mich als Mädchen aus einem konservativen Dorf eine der ersten Geschichten, in der es um ein mutiges direktes Vorbild ging. Ronja hat mir gezeigt, dass auch ich die Welt entdecken kann, um Abenteuer zu erleben. Durch ihren außerdem starken Gerechtigkeitssinn, den sie ohne Scheu vor der ganzen Räuberbande vertritt, hat sie mich zum „stark-sein“ ermutigt. Astrid Lindgren hat mich gleichzeitig voller Spannung in eine Fantasiewelt eintauchen lassen, die zudem die Natur mit all ihren Facetten wertschätzt. Die Freundschaft zu Birk ist voller Liebe und Treue und eine Ode an die Beziehung, die Geschwister im Alter von etwa elf Jahren erfahren dürfen. Ronja geht die ersten Schritte hin zum Erwachsenwerden und vergisst dabei nicht, dass sie ein Zuhause hat, dass ihr in schwierigen Zeiten halt geben kann und wo sie Kind sein kann. Auch die Ängste und Gedanken ihrer Eltern und der Räuberbande werden thematisiert. Neben Wutausbrüchen und Schimpfereien zeigt sich Ronjas Vater auch hoch emotional, weinend, während ihre Mutter als einzige erwachsene Frau in der Bande alles unter Kontrolle behält. Der Film ist eine schwedisch-norwegische Produktion aus dem Jahr 1984. (Text von Kimlotte Stöber)
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