Holofiction
Michal Kosakowski, DE 2026; 102′
Dokumentarfilm Sprache: EN
In seinem experimentellen Dokumentarfilm hat Michal Kosakowski mit Archivbildern aus mehr als 3.000 fiktionalen Filmwerken, die die Shoah thematisieren und weltweit entstanden sind, ein eigenes neues Werk montiert. Zugleich ist HOLOFICTION eine künstlerische Bestandsaufnahme von seit Jahrzehnten wiederkehrenden Motiven und szenischen Narrativen, auf die Filmschaffende zurückgriffen, wenn sie den Massenmord an Jüdinnen und Juden zum Gegenstand einer fiktionalen Erzählung machten. Eingeschlagene Schaufensterscheiben, Menschen, die in LKW gedrängt, Waggontüren, die geschlossen werden, zurückgebliebene Koffer, Stacheldrahtzäune, Lederstiefel, Schäferhunde – das Ausmaß an fiktionalisiertem Bildmaterial über die NS-Zeit ist überwältigend. Der Holocaust und der Zweite Weltkrieg gehören zu den am häufigsten verfilmten Ereignissen der Weltgeschichte. Regisseur Kosakowski erklärt in einem Statement, der Ausgangspunkt seiner Arbeit an diesem Film sei eine Aussage des französischen Journalisten und Filmemachers Claude Lanzmann: „Fiktion ist eine Übertretung. Ich bin der Überzeugung, dass bestimmte Dinge nicht dargestellt werden dürfen.“ (Lanzmann 1993 anlässlich der Veröffentlichung von „Schindlers Liste“)
Kommende Vorstellungen
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So. 22. November
1800
Saal
Tickets
In Kalender (.ics)
Findet statt im Rahmen der Landeskooperation "Mittendrin - Jüdisches Leben im Südwesten", in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg, dem Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms und Förderung durch die Berthold Leibinger Stiftung.


