Ellen Auerbach

Selbst ist die Frau
Das filmische Gesamtwerk von Ellen Auerbach
Zu Gast: Thomas Tode

Mit
6 Kurzfilmen (1933-1936), 2 Filmporträts mit Interviews & 4 Kurzfilmen ihrer Freunde
Ellen Auerbach und Grete Stern (ringl + pit) | Eckstein mit Lippenstift, 1930 | Akademie der Künste, Berlin, Kunstsammlung | (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Noch bis zum 12. September ist in der Städtischen Galerie die Ausstellung „Verborgene Spuren. Jüdische Künstlerinnen und Architektinnen in Karlsruhe 1900 – 1950“ zu sehen. Zu den zahlreichen Kunstschaffenden jüdischer Herkunft, die am facettenreichen Kulturleben in Karlsruhe im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts beteiligt waren, zählte auch die Fotografin Ellen Auerbach. Geboren 1906 in Karlsruhe als Ellen Rosenberg wandte sie sich in den 1920er Jahren der Fotografie zu und zog nach Berlin, um eine fotografische Ausbildung bei dem Bauhaus-Lehrer Walter Peterhans zu absolvieren. Durch ihn lernte sie Grete Stern kennen, mit der sie das Fotostudio rigl + pit gründete. Ihre gemeinsamen Arbeiten stellten eine wichtige Innovation in der Porträt- und Werbefotografie dar. Mit einer Anfang der 1930er Jahre gekauften 16mm-Kamera begann Auerbach auch eigene kurze Filme zu drehen. Nach der faschistischen Machtergreifung verlies sie Deutschland und kam über Palästina und London schließlich nach New York, wo sie bis zu ihrem Tod 2004
lebte.
Der Hamburger Filmwissenschaftler, Publizist und Kurator Thomas Tode, der nicht zuletzt durch seine Forschungen zum filmischen Erbe des Bauhauses große Verdienste erworben hat, wird den Abend kommentieren.