Exil

Visar Morina

Deutschland/Belgien/Kosovo
2020
121
Minuten
Mit
Sandra Hüller, Mišel Matičević
Deutsch

Der im Kosovo geborene Xhafer ist Pharmaingenieur, verheiratet, hat drei Kinder und lebt ein bürgerliches Leben in einer mittelgroßen deutschen Stadt. Nach und nach beschleicht ihn jedoch das Gefühl, dass er an seinem Arbeitsplatz diskriminiert und schikaniert wird. Dieser Eindruck verstärkt sich zusehends, und als er eines Tages eine tote Ratte an seinem Gartentor findet ist für ihn endgültig klar: seine Kollegen haben hier ein rassistisches Statement gesetzt. Von da an wird jedes Ereignis, jedes Wort, jede Geste zu einem Anhaltspunkt, ja gar zu einem Beweis für seine These. Seine deutsche Frau Nora hingegen ist es leid, dass ihr Mann hinter jeder Schwierigkeit Mobbing vermutet. Mögen seine Kollegen ihn womöglich einfach nur nicht? Die Vorfälle, die Xhafers Ansichten bestätigen, häufen sich. Doch geschieht dies wirklich oder bildet er sich alles nur ein? Der in Deutschland aufgewachsene Regisseur Visar Morina beschreibt die Chronik einer schleichend wachsenden, aber womöglich imaginären Bedrohung. Ein faszinierender Thriller über Paranoia und Identität. Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival und war auf der Berlinale in der Sektion Panorama zu sehen.