Die Müßiggänger

Federico Fellini, Italien 1953 | Mit Franco Interlenghi, Alberto Sordi, Franco Fabrizi | Digital, 100 Min. | # Italienisch § Deutsch

Der Film basiert auf Fellinis eigenen Erfahrungen als junger Mann in Rimini. Zugleich ist es eine Weiterentwicklung des Neorealismus hin zu einem satirisch-melancholischen Ton, der bestimmend wurde für diesen Regisseur. Im Mittelpunkt stehen fünf Männer für die sich jeder Tag wie Sonntag anfühlt. Sie spielen Billard, schwatzen über Frauen und langweilen sich. Ein kleinbürgerliches Leben mit geregelter Arbeit scheint ihnen nicht erstrebenswert. Als die Freundin des Frauenhelds Fausto schwanger wird, heiratet er sie und tritt eine Stelle als Verkäufer von Devotionalien an. Aber bald zieht es ihn in sein altes Leben zurück. Letztlich ist es nur einer aus der Clique, dem die Flucht aus der Leere der Provinz gelingt. Nicht unähnlich dem Weg des Regisseurs, der als junger Mann nach Rom kam, wo er dann 1950 seinen Debütfilm drehte. DIE MÜSSIGGÄNGER, die 1953 beim Festival von Venedig mit einem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurden, bedeuteten endgültig den internationalen Durchbruch für Fellini.

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