Der Zug des Lebens

Train de vie
Radu Mihăileanu

Frankreich, Belgien, Niederlande, Israel, Rumänien
1998
103
Minuten
Mit
Lionel Abelanski, Rufus, Clément Harari, Michel Muller
Deutsch

Im Jahr 1941 erfahren die Bewohner eines osteuropäischen Schtetls von den Deportationen in Konzentrationslager. Was tun? Schließlich hat Schlomo, der allgemein nicht als besonders schlau gilt, einen aberwitzigen Einfall. Mit einem falschen Deportationszug soll die Flucht über die Sowjetunion nach Palästina gelingen. Also wird eine schrottreife Dampflok überholt und Uniformen geschneidert. Ein Teil der Dorfbewohner soll sich als Wehrmachtssoldaten ausgeben, dafür bekommen sie vom Cousin des Rabbi Deutschunterricht. Ähnlich wie Roberto Benigni in DAS LEBEN IST SCHÖN gelingt dem rumänischen Regisseur Radu Mihăileanu der Balanceakt eine bitterböse Komödie vor dem Hintergrund der Shoah zu erzählen.  
Die Musik:
Das Feroce Quartett hat sich aus Studierenden der Hornklasse von Professor Will Sanders an der Hochschule für Musik Karlsruhe gegründet. Als internationales Ensemble bieten sie ein breit gefächertes Repertoire, Musik aus aller Welt und verschiedenster Genre. Die Musiker*innen stammen aus Brasilien, Deutschland und dem Iran. Diese Vielfalt inspiriert, motiviert und macht neugierig!
Die Diskussion:
Sandra Kreisler ist freiberufliche Sängerin, Schauspielerin, Lehrerin und Regisseurin sowie Autorin des neu erschienenen Buches „JUDE SEIN. Ansichten über das Leben in der Diaspora“ (Hentrich & Hentrich 2021). Zitat von der Webseite des Verlages: „Dünnhäutig und verletzlich, zugleich bissig und immer wieder auch mit dem berühmten Kreisler’schen schwarzen Humor ausgestattet, offenbaren ihre Essays, wie tief der Antisemitismus immer noch unbemerkt – und vor allem weitgehend unbekämpft – unserer Gesellschaft innewohnt.“