Termine:
Ob Schund oder Wunder, was Sie bei uns verpassen, ist unwiederbringlich verloren.
In den goldenen Zeiten war es in Europa noch möglich, Filme zu drehen, die sich hinter Hollywood nicht verstecken mussten. Sicher, nicht auf Augenhöhe – doch was an Budget fehlte, wurde durch Kühnheit, Einfallsreichtum und pures Showtalent mehr als ausgeglichen. Wenn Reisen an exotische Schauplätze unerschwinglich waren, fanden Filmemacher stets Wege, sich mit Improvisation aus den Zwängen knapper Mittel zu befreien. Eine gute Portion Sex, Gewalt und andere publikumswirksame Zutaten gehörten selbstverständlich dazu, während grelle Plakatkunst die kleinen und großen Mängel dieser Produktionen geschickt kaschierte.
An zwei Terminen im Monat öffnet sich ein Rahmen, der so in keinem regulären Programm existiert. Gezeigt werden Werke, die sich jenseits kanonischer Filmgeschichtsschreibung bewegen. Der Schwerpunkt liegt auf europäischen Genreproduktionen, insbesondere den radikaleren Strömungen der 60er bis 80er Jahre – ergänzt durch vereinzelte Abweichungen in andere Regionen, Zeiten und Ländern.
Die Auswahl folgt nostalgischen Impuls, Interesse an Reibung, Abenteuerlust.
Begleitet werden die Abende durch kurze Einführungen, manchmal Kontexte aber oft auch nur knappe Begrüßungen. Wer Zeit für ein Gespräch danach hat, es gibt gewiss Bedarf.
Die Filme werden im Vorfeld nicht bekannt gegeben (es gibt aber Hinweise über Social Media). Wer kommt, entscheidet sich bewusst für das Ungewisse.
Die gezeigten Filme können extreme Inhalte enthalten. Sie sind Produkte ihrer Zeit, ihrer Produktionsbedingungen und ihrer Absichten – nicht immer anschlussfähig und eher selten zurückhaltend. Der Besuch erfolgt eigenverantwortlich.
