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Damit sich Eltern und Kinder wohlfühlen, werden die Filme der ElternKinoZeit mit reduzierter Lautstärke gezeigt, während der Kinosaal sanft gedimmt beleuchtet bleibt. Babys können auf mitgebrachten Decken liegen, schlafen oder krabbeln.
Hailee Steinfeld spielt Nadine, eine 17-Jährige, die sich so tapfer wie erfolglos gegen das Universum stemmt – bestehend aus cooleren Mitschülern, nervtötenden Familienverhältnissen und dem Umstand, dass der eigene Bruder der Sonnyboy schlechthin ist. Das ist alles nichts Neues, aber Kelly Fremon Craig hat begriffen, dass es nicht um das „Was“, sondern ums „Wie“ geht: Das Drehbuch ist messerscharf getimt, die Dialoge sind so trocken, dass man Wasser nachkippen möchte, und Woody Harrelson als zynischer, aber grundgütiger Lehrer ist der Typ Mentor, den man im echten Leben nie hatte, aber gerne gehabt hätte.
Natürlich kennen wir die Zutaten: Coming-of-Age, erste Liebe, Social-Media-Blamagen, diese Mischung aus Größenwahn und völliger Unsicherheit, die nur mit 17 funktioniert. Aber hier wird es mit Herz, Timing und einem ironischen Seitenhieb serviert, statt mit der Zuckerkeule zu erschlagen.
Ein Highschoolfilm, der nicht versucht, den Mythos zu entlarven oder zu verklären, sondern ihn einfach menschlich zu machen – und das ohne Angst vor bissigem Humor. Wer jemals dachte „Diese peinlichen Teenagerjahre bin ich längst los“ – falscher Gedanke, mein Freund.

