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Peter Weirs Verfilmung des fesselnden Mystery- und Horrorromans der australischen Autorin Joan Lindsay aus dem Jahr 1967 (der angeblich nach einem besonders lebhaften Traum in kurzer Zeit geschrieben wurde), ist wohl der Film, der Australien auf die weltweite Filmlandkarte gebracht hat. Die Handlung dreht sich in erster Linie um vier viktorianische Teenagerinnen, Miranda, Marion, Irma und Edith, Schülerinnen am Appleyard College, einem strengen australischen Internat für junge Damen, die während eines Schulausflugs am Valentinstag einen großen, uralten Felsen erklimmen, während ihre Mitschülerinnen es vorziehen, am Fuße des Felsens zu verweilen. Während des Aufstiegs wird Edith des Kletterns überdrüssig und hat den Eindruck, dass ihre Begleiterinnen sich wie unter einer seltsamen Macht verhalten. Sie rennt schreiend den Felsen hinunter zu den übrigen Schülerinnen und Lehrern. Die anderen drei Mädchen verschwinden in einer Felsspalte – nur Irma wird vier Tage später wiedergefunden, bewusstlos, ohne Anzeichen eines Kampfes oder gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Ein Lehrer, der ebenfalls aufgestiegen war, kehrt nie wieder zurück und wird auch nie wieder gesehen.
Lindsays Buch und Weirs Film lassen sich als australische Gothic-Romanze/Horror betrachten – beide etablieren von Anfang an die Fremdartigkeit einer „aus den Fugen geratenen Zeit“ mit diesen einleitenden Worten: „Am Samstag, dem 14. Februar 1900, picknickte eine Gruppe von Schülerinnen des Appleyard College am Hanging Rock in der Nähe des Mt. Macedon im Bundesstaat Victoria. Im Laufe des Nachmittags verschwanden mehrere Mitglieder der Gruppe spurlos …“

