Der japanische Entstehungsmythos beschreibt das Auftauchen der Inseln aus dem Meer; die ursprüngliche Religion, der Shintoismus, basiert auf der Gleichheit des Menschen mit allen Elementen.
Der Film greift diese beiden Themen auf und verfolgt sie bis in die Gegenwart. Er fragt, was es bedeutet, wenn die Natur ebenso unvollkommen ist wie der Mensch. Wie gehen die Menschen damit um? Wie fühlt es sich an, auf einer unruhigen Erde zu leben, umgeben von riesigen Wassermassen im wilden Pazifik – lange Zeit verschlossen vor Fremden und deren Einflüssen. Gleichzeitig unternahmen die japanischen Herrscher ihre eigenen Eroberungsfeldzüge und annektierten beispielsweise Okinawa.
Auf seiner Reise durch vier Klimazonen besucht der Film ursprüngliche Orte, beobachtet Menschen, die traditionellen Berufen nachgehen und im heutigen Alltag leben. Er beobachtet sie bei der Arbeit, beim Genießen und Feiern. Er begegnet Frauen und Männern, die sich dem Kampf gegen die Zerstörung der Natur verschrieben haben – und der Film blickt staunend auf Begebenheiten entlang des Weges.
Im Anschluss Regiegespräch mit Edith Jud.
Edith Jud, *1946, Schweizerin. 1967-68 Studien der französischen Literatur/Kunstgeschichte in Paris, 1971-72 Studien der Literatur/Kunstgeschichte in London, 1978-79 Studien indischer Kultur und Frauengeschichte in Bombay, 1982-83 Studien an der School of Visual Arts in New York.
Filme (Auswahl):
Freie Produktionen und Arbeiten für 3sat und für das Schweizer Fernsehen „Sternstunden“
2018-24 Mizu no oto – Der Klang des Wassers
2020 Magische Farbenwelt – La Gomera, Portrait Mary Ann Imhof
2011 Die Liste, Young Art Fair Basel
2008 Jean Christoph Amman, Der Kunstimpresario
2007 Die Bilder des Sammlers, Portrait Ernst Beyeler
2000-03 Dieter Roth, Unesco Preis
2001 Das süsse Dreieck – Die Geschichte der Toblerone
2000 Iwan Wirth, Der Kunstsinnliche
2000 Carl Laszlo, der Kultsammler
1994 Ich und Ich, Pipilotti Rist und Hannah Villiger in Sao Paulo
1993 Die lachenden Aussenseiter: Jazz-Improvisationen

