Videoinstallation von IRIS-A-MAZ

PhonoLuxMaschine

Im Foyer der Kinemathek Karlsruhe befindet sich die PhonoLuxMaschine wo früher Kinomaler großflächige Gemälde anbrachten, mit denen die damaligen Kinohits beworben wurden. Zwei Projektoren werden anhand einer Mapping-Programmierung aufeinander abgestimmt. Dadurch können verschiedene Lichtspiele generiert werden, die auch durch die Glasfassade der Kinemathek auf den Vorplatz im Passagehof strahlen.

Gefördert von

Karlsruhe city of media arts darkmode

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Himmelssturz

Die Videoarbeit Himmelssturz wurde von IRIS-A-MAZ für die Phonolux Maschine entwickelt. Die Präsentation als Fries im Foyer der Kinemathek wird zum Raumelement und lässt das Video wie ein Fresko oder Gemälde wirken. Es verbindet Elemente der Renaissance mit den zeitgenössischen Methoden der Medienkunst.

Stürzen wir gerade auf eine Apokalypse zu oder ist das Fallen der immanente Zustand des Universums? Endet der Sturz jemals und wenn ja, wann? Gibt es dann auch Hoffnung auf eine weiche Landung? Wenn wir daran denken zu Fallen, dann steigt in uns das Gefühl des absoluten Kontrollverlusts auf, Höhenangst gibt uns davon eine kleine Vorstellung.
Und doch kann man den freien Fall auch als Moment der absoluten Befreiung verstehen – nichts spielt mehr eine Rolle, denn alles scheint vorausbestimmt. Nur wer die Elemente beherrscht, kann fliegen. Fallen und Fliegen sind wiederkehrende Motive in antiken Mythen und biblischen Szenen. So stürzten Phaeton und Ikarus in Folge ihrer Selbstüberschätzung, Phaeton zerstört dabei auch noch Teile der Welt. In der Bibel ist der Sturz eine göttliche Strafe. Luzifer wurde aus dem Himmel gestürzt und es heißt, die Ungläubigen werden beim jüngsten Gericht auch hinabgestoßen – wie bei Peter Paul Rubens Gemälde „Höllensturz der Verdammten“ (1620).
Dieses Bild diente dem Künstlerduo IRIS-A-MAZ (Iris Holstein & Matthias Hederer) als Ausgangspunkt für ihre neueste Arbeit. Es verwandelt das Fallen in der Videoarbeit „Himmelsturz“ in einen steten Zustand, wie er manchmal in Träumen auftaucht. Das Video im Foyer der Kinemathek erzählt von der Ungewissheit, dem Sturz als Übergang von einem Zustand zum Andern, so wie das Foyer der Übergang von der realen Welt in die Welt des Kinos ist.

Himmelssturz Flyer quer

Die Künstlerkollaboration IRIS-A-MAZ besteht aus Iris Holstein und Matthias Hederer. Beide trafen sich während ihres Studiums an der HfG Karlsruhe in der Klasse Ulay. Seit 2001 arbeiten sie gemeinsam an Raum-Installationen. Sie nutzen dabei vorwiegend die Medien Video, Fotografie und Performance.

Das Duo arbeitet sich an wissenschaftshistorischen und -kritischen Themenfeldern entlang. Sie reflektieren naturwissenschaftliche Methoden im gesellschaftlichen Kontext und wenden diese teilweise selber an. In ihren Arbeiten überlagern sich Realitäten und Fiktionen.

Kinemathek

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