Bèla Tarr, Ágnes Hranitzky, HU 2011, 146 Min. OmU

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Das Turiner Pferd

Turiner Perd / „mein“ Turiner Pferd: Karge Existenz in karger Landschaft. Leidensgemeinschaft von Mensch und Tier. Allmähliches Schwinden, endlich Versiegen der natürlichen Quellen biologisch- kreatürlicher Existenz. Großartiges Epos in archaischen Bildern über menschliche Befindlichkeit; für mich Beschwörung des mir aus Kindheit und Jugend (in Kriegs- und Nachkriegszeit, der Zeit des Wiederaufbaus in noch schwelenden Ruinen der 40er und 50er Jahre) vertrauten Lebensgefühls des Geworfenseins des Menschen in die Welt, in die Existenz; des Ausharrens und Durchhaltens in ihr aufgrund des aller biologischkreatürlichen Existenz innewohnenden Selbsterhaltungstriebs – in wechselseitiger Spiegelung mit den geistigen Strömungen der Zeit: Existentialismus, Nihilismus. Die Frage nach der Möglichkeit eines über die reine Existenzerfahrung hinausgehenden umfassenderen sinngebenden Lebensgefühls stellt sich nur indirekt. (Text: Marc Teuscher, nach Telefonat mit Gerda Bouharrour)

20035103

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