Black Utopia

Afro-Futurismus im Film
Für die afrikanischen Filmemacher*innen der ersten Stunde wie Sembène Ousmane und Djibril Diop Mambéty war das Kino auch ein Mittel, um die Erinnerung an die Geschichte des afrikanischen Kontinents wachzurufen.
Als moderne ›Griots‹, also Geschichtenerzähler*innen, stellten sie koloniale Stereotypen und Traditionen in Frage und setzten authentische Geschichten und Mythen Afrikas in Bilder um. Dabei verfolgten sie das Ziel, der heutigen und der zukünftigen Generation die grundlegenden Werte Afrikas zu vermitteln, sie also selbst in die Hand zu nehmen und ein Afrika der kraftvollen Kreativität zu zeigen.
Entstanden als künstlerisch-philosophische Strömung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnete Mark Dery den Afro-Futurismus als Mixtur aus spekulativen Erzählungen nach Muster des magischen Realismus und des Science-Fiction-Genres mit seiner Technologiebegeisterung, den Weltraumreisen und Alien-Phantasien, sowie des Panafrikanismus und mythologischen Elementen.
Auch in der afrikanischen Diaspora in den USA und Großbritannien fand der Afro-Futurismus einen Nährboden und erhielt ein emanzipatorisches Potenzial, in dem das sich von der europäischen Kolonialherrschaft befreiende Afrika nicht als Krisenkontinent, sondern als Hoffnungsraum begriffen wurde. In den spekulativen Erzählungen wurde Afrika so zum ›Mothership‹ für die Diaspora-Communities und zur Startrampe für eine afrikanisch-interstellare Zukunft.
Das Programm ›Black Utopia – Afro-Futurismus im Film‹ bietet einen Einblick in die Besonderheiten klassicher und zeitgenössischer afrofuturistischer Positionen – auch und gerade im Kontext der Globalisierung.
(Text: Alex Moussa Sawadogo / Jens Geiger)

 

Filme & Spielzeiten

Sa, 27. Januar
21:15
So, 28. Januar
19:00
Fr, 02. Februar
21:15
Di, 06. Februar
19:00
Do, 08. Februar
19:00
Sa, 10. Februar
21:15
Fr, 02. Februar
21:15
Di, 06. Februar
19:00
Do, 08. Februar
19:00
Sa, 10. Februar
21:15
Mi, 24. Januar
21:15