Das georgische Kino

Das georgische Kino ist ein sonderbares Phänomen, speziell, philosophisch leicht, kultiviert und zur selben Zeit kindlich rein und unschuldig. Es hat alles das was mich zum Weinen bringt und ich sollte erwähnen, dass mein Weinen keine einfache Sache ist.“ (Federico Fellini)

 

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts existiert in Georgien eine sehr aktive Filmszene, die ganz eigene Filmsprachen und Stile hervorgebracht hat. Bereits in den 1920er Jahren entstand eine gut organisierte staatliche Filmindustrie, die in den 80er und frühen 90er Jahren jährlich bis zu zehn Spielfilme sowie eine Reihe von TV- und Dokumentarfilmen produzierte.

Der georgische Film gilt als kreativ und originell, der als Teil des soziokulturellen Lebens die Lage im heutigen Georgien widerspiegelt. Wenn es in der Sowjetzeit Beschränkungen durch die Zensur gab, so war es bald die wirtschaftlich katastrophale Situation, verschlimmert durch Bürgerkrieg und politisches Chaos, die das Filmemachen einschränkte. Zudem trifft das weltweite Phänomen des Kinosterbens die georgische Filmindustrie besonders hart: in Georgien gibt es zur Zeit keinen Platz mehr für Filmkunst.

Obwohl georgische Filme auf internationalen Festivals immer wieder ausgezeichnet wurden und sich im Ausland zahlreiche Retrospektiven dem Filmschaffen der kleinen Kaukasusrepublik widmen, finden diese Filme nur vereinzelt den Weg in unsere Kinos und werden nie einem größeren Publikum zugänglich gemacht.

Wir freuen uns, mit Unterstützung des Arsenal – Institut für Film und Videokunst (Berlin) das georgische Filmschaffen in einer kleinen Retrospektive vorstellen zu können. Unsere Auswahl umfasst acht Filme aus den Jahren 1967- 2017.

 

Filme & Spielzeiten

Do, 14. Dezember
21:15
Fr, 15. Dezember
19:00
So, 26. November
19:00
Mi, 29. November
21:15
Fr, 08. Dezember
19:00
Di, 12. Dezember
21:15
Fr, 01. Dezember
19:00
Di, 05. Dezember
19:00