Juwelen der Trauer

Jewels of Grief
Marokko 2012, Mohamed Nabil
Digital, 74 Min., engl.Untertitel.

 

 

Marokko hat in den letzten Jahren einen tiefgreifenden politischen und sozialen Wandel erfahren. Das Gesetz zum Familienrecht wurde entscheidend geändert, um die politische Gleichstellung von Männern und Frauen zu gewährleisten. Bestimmungen im Scheidungs- und Sorgerecht wurde vereinfacht, während gleichzeitig als traditionell angesehene Rechte, wie die Verstoßung von Ehefrauen, verboten wurden. Die gesellschaftliche Realität in Marokko ist jedoch nach wie vor stark vom islamischen Recht geprägt. Unverheiratete Mütter erfahren Ächtung von der Familie, der Gesellschaft und sogar von Seiten des Staates, da außerehelicher Geschlechtsverkehr nach wie vor als Verstoß gegen die guten Sitten gilt. Der Dokumentarfilm JUWELEN DER TRAUER beleuchtet dieses Phänomen am Beispiel zweier lediger Mütter und erzählt deren Geschichte vom Elternhaus bis zum schwierigen Alltag.

Regisseur Mohamed Nabil ist in Marokko aufgewachsen, wo er Philosophie und Pädagogik studierte. Nach einigen Jahren in Kanada kam er 2006 nach Berlin, wo er seitdem als freier Journalist, Künstler und Filmemacher lebt.

 

Mohamed Nabil ist zu Gast im Kino und steht für Fragen zur Verfügung.

 

In Zusammenarbeit mit dem ZAK / Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale und der Anna Lindh Stiftung.