Song from the Forest

Deutschland 2013, Michael Obert
Digital, 97 Min., dt.Untertitel.

 

 

Im Herbst 2009 traf der Filmemacher Michael Obert im Kongobecken eher zufällig auf einen weißen Mann, der seit Jahrzehnten bei einem Pygmäen-Stamm lebt. Dies gab den Anstoß zu SONG FROM THE FOREST, einem der bemerkenswertesten Dokumentarfilme der letzten Zeit.

Vor 25 Jahren hörte der amerikanische Musikologe Louis Sarno im Radio einen Gesang, der ihn nicht mehr losließ. Er folgte den Klängen und fand sie bei den Bayaka-Pygmäen im zentralafrikanischen Regenwald. Der Forscher blieb, heiratete eine Bayaka-Frau, mit der er auch einen gemeinsamen Sohn hat, und wurde ein vollwertiges Mitglied des Stammes. In all den Jahren hat er über 1500 Stunden des einzigartigen Gesangs der Bayaka aufgenommen, die in der University of Oxford archiviert sind. Neben dem Leben im Urwald zeigt der Film auch eine Reise, die Louis mit seinem 13-jährigen Sohn Samedi in die USA unternimmt. Samedi, der den Regenwald noch nie verlassen hat und kein Wort Englisch spricht, lernt dabei die Familie seines Vaters kennen. Und sie treffen in New York einen alten Freund aus Collegetagen, den Filmemacher Jim Jarmusch. Oberts berührender Film, getragen von dem Kontrast zwischen afrikanischem Regenwald und urbanem Amerika, wurde seit seiner Premiere im letzten November weltweit auf Festivals gefeiert.