Real Boy

USA 2016, Shaleece Haas
72 Min., Originalfassung mit englischen Untertiteln

 

 

Im Vordergrund steht Bennetts Story. Wir begleiten ihn als Jugendlichen durch seine Transition, durch seine täglichen Ängste und Kämpfe mit sich und gegen Vorbehalte anderer. Wir verfolgen mit ihm kraftspendende YouTube-Videos, aber auch die medizinische Seite wie Testosteronspritzen und die Vorbereitung zur Brust-OP. Wir nehmen Teil an den Reaktionen des Umfelds. Wir erleben wie Bens Mutter damit hadert, dass ihre Tochter nicht mehr ihre Tochter ist. Sie hat Schwierigkeiten ihre Einstellung zu verändern und den Gedanken Transsexualität nicht als „Laune“ abzutun – weil das Kind ja immer schon wankelmütig war … Wir erleben aber auch den Alltag mit Freunden.

Ben findet Seelenverwandte und neue Freundschaften, aus denen er Kraft schöpft: Dylon, mit dem Bens Zukunft eng verknüpft sein wird. So planen sie ihre Brust-Operationen gemeinsam, teilen ihr Krankenhauszimmer und schmieden Pläne für’s College.
Und Joe Stevens, der die Transition seit Jahren hinter sich hat und mit dem Ben die drei Dinge des Lebens teilt, die sie beide geprägt haben: Drogenerfahrungen, transsexuell zu sein und die Leidenschaft für die Musik. Joe ist Vorbild, großer Bruder und Freund auf Augenhöhe zugleich. Wir bekommen Einblick in die Wichtigkeit von Bartwuchs, der richtig sitzenden männlichen Frisur. Wir erleben an Joes Beispiel, dass eine Familie wieder zueinander finden kann und schöpfen Hoffnung daraus. Wir sehen wie wertvoll es ist, Menschen um sich zu haben, die einem Rückhalt sind und einen wertschätzen.

Eine wunderbare Dokumentation, die uns daran teilhaben lässt, wie eine Transition nicht nur das Leben einer einzelnen Person verändert und auf den Kopf stellt, sondern auch das ihres ganzen Umfelds.


 

Spielzeiten

Do, 05. Oktober
20:15