Hotline

Israel/Frankreich 2015, Silvina Landsmann
Digital, 100 Min., Hebräisch, Englisch, Französisch/dt.Untertitel

 

 

Rund um die Uhr sind die Frauen der Hotline für Flüchtlinge und Migranten in Tel Aviv im Einsatz. Sie kümmern sich um Menschen ohne Papiere, geben juristischen Rat, übernehmen Behördengänge und versuchen, die Situation ihrer Schützlinge ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Dabei muss die NGO nicht nur gegen eine fremdenfeindliche Stimmung antreten, sondern auch gegen eine Gesetzgebung, die jeden illegalen Grenzübertritt als Verbrechen ahndet. Die Flüchtlingsgefängnisse in der Nähe der ägyptischen Grenze werden ständig ausgebaut. Zutritt erhält die Regisseurin nicht. Silvina Landsmann begleitet die AktivistInnen zu den verschiedenen Schauplätzen – Ämter, Gerichte, die Knesset – und montiert ihr Material so, dass deutlich wird, woraus der Kampf um Menschenrechte besteht: reden, mobilisieren, dokumentieren, überzeugen. Sie bezeichnet ihren Film als eine Momentaufnahme, ein Live-Porträt der Organisation, zeitlich gelegen zwischen zwei Novellen des „Gesetzes zur Verhinderung der Infiltration“, auf dessen Grundlage Asylsuchende in Israel zunächst für mindestens drei Jahre inhaftiert wurden.

 

In Kooperation mit HeimatDings.