Der amerikanische Freund

BRD/Frankreich 1976, Wim Wenders
mit Bruno Ganz, Dennis Hopper, Lisa Kreuzer, Gérard Blain, Nicholas Ray, Sam Fuller. Digital, 126 Min., Deutsch, Englisch, Französisch/dt.Untertitel

 

 

Der Rahmenmacher und Restaurator Jonathan lebt mit seiner Frau und dem kleinen Sohn in einer Altbauwohnung am Hamburger Fischmarkt. Als sich seine Leukämieerkrankung verschlechtert, erklärt er sich zu einem Auftragsmord an einem Gangster in der Pariser Metro bereit. Das dafür versprochene Geld soll seiner Familie die Zukunft sichern. Die Sache geht beinahe schief, trotzdem drängt man Jonathan zu einem weiteren Mord, diesmal im Schnellzug München-Hamburg. Immer wieder begegnet er einem geheimnisvollen Amerikaner, der die Bilder eines angeblich verstorbenen Malers verkauft und sich Tom Ripley nennt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft, während Jonathans Leben zunehmend auseinanderfällt.

Mit DER AMERIKANISCHE FREUND erfüllte sich Wenders den lang gehegten Wunsch, einen Roman von Patricia Highsmith zu verfilmen. „Ripley’s Game“ wies Motive auf, die auch in seinen anderen Filmen eine Rolle spielten: die Freundschaft zwischen zwei Männern, die Suche nach der eigenen Identität und der Blick auf Stadtlandschaften. Den Film hat Wenders in zahlreichen Nebenrollen mit befreundeten Regisseuren besetzt. Überhaupt ist er voller Zitate und Verweise auf die Geschichte des Kinos. Etwa wenn Dennis Hopper mit Blick auf die Elbe singt: „The river flows, it flows to the sea...“. Die Zeile stammt aus einem Song, den Roger McGuinn schon in Hoppers Regiedebüt EASY RIDER sang.

 

Wir stellen den Film in der selten gezeigten, dreisprachigen Originalfassung vor.

 

 

Spielzeiten

Di, 22. August
19:00