Makah - die den Wal fangen

Deutschland 2000, Ralf Marschalleck
35mm, 115 Min., Englisch, Wakash/dt.Untertitel

 

 

Ein Film über die Makah, einen selbstbewussten Indianerstamm von Ozeanfischern an der Nordwestküste der USA, die versuchen, ihre gegenwärtigen Lebensverhältnisse radikal zu verändern: Schluss mit der Anpassung an die Lebensweise des weißen Mannes, Wiederherstellung eines traditionellen Naturverhältnisses, in dessen Mitte der Walfang steht. Vor 80 Jahren gaben sie diese Tradition auf. Nun wollen sie wieder mit dem Kanu zur Jagd fahren - wie ihre Urgroßväter. Es geht um die Wiederherstellung einer uralten Verbindung mit dem Meer, ihrem Lebensraum.

Der 1855 geschlossene und bis heute gültige Reservationsvertrag mit den Vereinigten Staaten von Amerika berechtigt sie zu diesem Anspruch. Die US-Regierung will ihrerseits ein Zeichen neuer Indianerpolitik setzen und stimmt dem Anliegen zu. Die Umweltbewegung fühlt sich von der Entscheidung herausgefordert. Es entbrennt ein paradoxer Konflikt: indianische Ansprüche, von Umweltinitiativen oft unterstützt, werden von Tierschutzaktivisten bestritten. Beruht die Gesinnung auf einem tiefgreifenden Missverständnis?