Ritual der schwarzen Sonne

Deutschland 2000, Gerd Roscher
Digital, 75 Min.

 

 

Im Norden Mexikos, achtundvierzig Stunden von Mexiko-Stadt entfernt, gibt es eine reinblütige indianische Rasse, die Tarahumaras. Da leben vierzigtausend Menschen in einem Zustand wie vor der Sintflut. Sie stellen eine Herausforderung dar für diese Welt... Diese Rasse wehrt sich seit vierhundert Jahren gegen alles, was ihr gefährlich werden könnte, gegen die Zivilisation, die Vermischung mit anderen Rassen, den Krieg, den Winter, die wilden Tiere, die Stürme und den Wald. Im Winter lebt sie nackt in ihrem vom Schnee blockierten Gebirge... (Gerd Roscher)

1936 ist Antonin Artaud in den Norden Mexikos aufgebrochen, um dort die Rituale der Tarahumara-Indianer kennenzulernen. Diese Reise hat er in mehreren Aufsätzen beschrieben. Roschers Film-Essay rekonstruiert auf authentische Weise diesen Weg Artauds – von den Tänzen in den Missionsstationen bis zu den Peyote-Ritualen des Schamanen. Hinter Angst und Faszination der Fremde steht die Ahnung von einer anderen Ordnung. "Ich werde das wirkliche Drama finden", schreibt Artaud. "Es muss nicht unbedingt auf der Bühne sein."

 

Spielzeiten

Sa, 17. Juni
19:00
Di, 20. Juni
19:00