Central Park

USA 1989, Frederick Wiseman
16mm, 176 Min., Englisch/dt.UT

 

 

CENTRAL PARK besitzt die Verjüngungskräfte seines Sujets. Es ist einer der leutseligsten und heilsamsten Filme, die der Dokumentarfilmer Frederick Wiseman gedreht hat - und noch dazu in Farbe. CENTRAL PARK singt nicht das Hohelied der Erde, sondern der 840 Morgen inmitten von Manhattan, wohin die New Yorker sich zur Erholung zurückziehen oder um den verschiedensten Freizeitaktivitäten nachzugehen. Der Regisseur sucht dabei auch das durch Kriminalität in Verruf geratene Image des Parks wiederherzustellen. Wie üblich bei Wisemans Filmen gibt es keinen Kommentar, und vom Regisseur bekommen wir nur spärliche Hinweise. Der filmische Aufbau ist sichtlich salopp, aber ganz bewusst gestaltet; größere Szenen werden durch ruhige, objektive Aufnahmen voneinander getrennt, die den Park bei Sonnenschein zeigen oder auf dem Weg von einem Punkt zum anderen absichtlich kleine Umwege beschreiben. In zwei Monaten im Sommer 1988 gedreht und auf drei Stunden komprimiert, erweckt der Film den Eindruck eines ebenso ereignisreichen wie geruhsamen Wochenendes. (nach: Tom Shales, The Washington Post, 23.4.1990)


In Zusammenarbeit mit der HfG Karlsruhe im Rahmen eines Seminars von Prof. Razvan Radulescu.