Aus unerfindlichen Gründen

Van valami furcsa és megmagyarázhatalan
Ungarn 2014, Gábor Reisz
mit Áron Ferenczik, Katalin Takács, Zsolt Kovács. Digital, 89 Min., Ungarisch/dt.UT

 

 

„Ich wollte einen Film machen, der nicht nur auf die in Ungarn herrschende Agonie reagiert, sondern die Menschen in Budapest in einer dokumentarischen Weise zeigen, um ihr Leben und ihre Probleme aufzuzeigen.“ So beschreibt der 1980 geborene Regisseur Gábor Reisz die Motivation für sein Spielfilmdebüt. Sein Held heißt Aron. Er hat Filmgeschichte studiert, ist jetzt arbeitslos, wird von seiner Freundin verlassen und von seinen Eltern finanziert. Kein Zweifel: dieser schrullige Typ ist ein Loser, wie er im Buche steht. Aber einer, den man so noch nicht gesehen hat. Der Film taucht überaus fantasievoll in die Gefühls- und Gedankenwelt dieses jungen Mannes ein. Seine szenischen Erfindungen verbildlichen die Sichtweise eines Menschen auf eine Welt, die sich ohne ihn dreht. Eine melancholische Komödie und ein Sittenbild des modernen Ungarns. Mit seiner überbordenden Fülle schräger Einfälle ist Reisz ein genialer Budapest-Blues gelungen, der Szene für Szene verblüfft, und das nicht aus unerfindlichen Gründen. (nach M. Riepe, epd Film 10/15)