Ken Bugul – Niemand will sie

Ken Bugul – Personne n’en veut
Schweiz/Frankreich 2013, Silvia Voser
Digital, 62 Minuten. Sprachen: Französisch, Wolof mit dt. Untertiteln

 

 

Ken Bugul gilt als eine der wichtigsten senegalesischen Schriftstellerinnen der französischsprachigen Literatur der letzten Jahrzehnte. In ihren Romanen gelingt es ihr auf meisterhafte Weise, die französische Sprache mit den Rhythmen, den Ausdrucksweisen und den gedanklichen Grundstrukturen ihrer Muttersprache Wolof zu verweben. Im Film erzählt Ken Bugul ihre Geschichte, die durch die historischen Ereignisse Afrikas geprägt ist. 1947 geboren, ist sie die erste, die ihr Dorf verlässt, um in Paris zu studieren, wo sie gleichermaßen Anerkennung und Abweisung erfährt. Nach Jahren im Westen kehrt sie in den Senegal zurück und wird zunächst ebenso von ihrer Familie wie auch von der Gesellschaft zurückgewiesen. Erst allmählich schafft sie einen Neuanfang durch das Schreiben.

Seit mehr als 30 Jahren komponiert Ken Bugul mit ihren Romanen ein Bild ihres Lebens als Frau. Dabei verbinden sich ihre Liebesgeschichten immer mit den sozialen und politischen Beziehungen zwischen ihrem Kontinent und dem Westen, die sie messerscharf analysiert. Mit ihrem Regiedebüt gelingt Silvia Voser eine feinfühlige Annäherung an die Künstlerin Ken Bugul und ihr Werk.

 

Zur Vorführung ist die Regisseurin Silvia Voser anwesend und steht im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung.