Die zwei Leben des Mathias Pascal

Feu Mathias Pascal
Frankreich 1924, Marcel L’Herbier
mit Ivan Mosjoukine, Marcelle Pradot, Loïs Moran, Marthe Bellot. Digital, 170 Min., dt.Zwischentitel

 

 

Mathias Pascal, Sohn einer ehemals wohlhabenden Familie, ist verarmt und muss sich als Bibliothekar verdingen. Er verliebt sich in die schöne Romilde und gewinnt ihre Hand. Aber seine Schwiegermutter terrorisiert ihn und vergiftet seine Ehe. Seine einzige Freude gilt seiner kleinen Tochter, die er über alles liebt. Nach einem schweren Schicksalsschlag flieht er nach Monte Carlo, wo er im Casino ein Vermögen gewinnt. Bei seiner Rückkehr in die Heimat wird er von einer ungeheuren Nachricht überrascht: Man hält ihn für tot ... (arte)

Der Regisseur Marcel L‘Herbier zählt zu den Pionieren der französischen Film-Avantgarde, die ihre erste fruchtbare Phase in den 1920er Jahren hatte. Seine Verdienste liegen besonders in der formalen Weiterentwicklung des noch jungen Mediums Film, wie etwa in der Suche nach ungewöhnlichen Kameraperspektiven und einer möglichst plastischen Bildgestaltung. Als Meisterwerk in seinem Gesamtschaffen, bei dem auch Form und Inhalt zu einer gelungenen Symbiose fanden, gilt die Verfilmung der Novelle „Il fu Mattia Pascal“ von Luigi Pirandello. Das Melodram beeindruckt nicht zuletzt durch seine visuelle Opulenz in den grandiosen Dekorationen von Cavalcanti und den italienischen Landschaftsaufnahmen, die in San Gimignano entstanden

Wir stellen diesen lange Zeit vergessenen Klassiker des Stummfilms in der 1990 von der Cinémathèque Française restaurierten Fassung vor, bei der die aufwendige Farbgestaltung und die ursprüngliche Länge des Films wiederhergestellt wurden.

 

In Zusammenarbeit mit der VHS.