Charlie Mariano – Last Visits

Deutschland 2013, Axel Engstfeld
Digital, 100 Min., deutsche Untertitel.

 

 

Der 1923 in Boston geborene Charlie Mariano galt als einer der besten Saxophonisten der Welt. Als Mitglied einer Big Band begleitete er in jungen Jahren Jazz-Größen wie Charlie Parker und Dizzy Gillespie. Für sein lyrisches Spiel auf dem Altsaxophon prägte Charles Mingus die Bezeichnung „Tears of Sound“. In den 1970er Jahren kam Mariano nach Europa und blieb. Im Gegensatz zu den USA konnte er in Deutschland seinen Lebensunterhalt als Jazzmusiker verdienen. Bis zu seinem Tod im Juni 2009 lebte er zwei Jahrzehnte lang in Köln und wurde zum Mentor einer ganzen Generation junger Musiker. Der Film porträtiert den späten Mariano, der sehr offen von seinem Leben erzählt. Im Mittelpunkt aber stehen grandiose letzte Konzerte, in denen seine Soli die ganze Essenz eines langen Musikerlebens ausdrücken. Den krönenden Abschluss bildet das Konzert im Theaterhaus Stuttgart anlässlich seines 85. Geburtstags im Mai 2009, bei dem Mariano mit Wegbegleitern aus vier Jahrzehnten spielte.