Zou-Zou

Frankreich 1934, Marc Allégret
mit Jean Gabin, Josephine Baker, Yvette Lebon, Pierre Larquey. 35mm, 86 Min., deutsche Untertitel.

 

 

Josephine Baker ist Zou-Zou, die kleine schwarze Waise, die zusammen mit einem anderen Waisenkind, Jean, aufwächst. Zou-Zou liebt heimlich Jean, Jean verliebt sich in ihre weiße Freundin Claire. Zou-Zou verzichtet und widmet sich ihrer Bühnenkarriere.

Eine einfache Geschichte, die ihr Leben aus der Konfrontation zweier urwüchsiger Schauspielertemperamente schöpft. Zwei Klassiker der Filmarchitektur zeichnen gemeinsam für die Ausstattung: Lazare Meerson und Alexandre Trauner. ZOU-ZOU war Josephine Bakers erster Tonfilm und ihr größter Kinoerfolg, für Jean Gabin begann mit diesem Film seine große Karriere, die ihn wenig später zum Idol seiner Zeit aufsteigen ließ. ZOU-ZOU ist ein Dokument auch als Revuefilm. Für Historiker und Soziologen bietet die Handlung darüber hinaus auch einen interessanten Blick auf untergründige rassistische Tendenzen in den beginnenden 1930er Jahren, die nicht nur in der Wahl Jeans und im Verzicht Zou-Zous leicht zu lokalisieren sind. (nach: Fischer Film Almanach, 1995)