Elelwani

Südafrika 2012, Ntshavheni Wa Luruli
mit Florence Masebe, Ashifashabba Muleya, Vusi Kunene. Digital, 103 Minuten. Sprachen: Tshivenda mit englischen Untertiteln.

 

 

Es beginnt mit einer Autofahrt durch eine immer grüner werdende Landschaft. Elelwani hat gerade ihr Studium abgeschlossen und ist zusammen mit ihrem Freund Vele auf dem Weg zu ihrem Heimatdorf, um den Eltern von ihren Heirats- und Zukunftsplänen zu erzählen. Sie werden mit einem dramatischen Tanz empfangen und Elelwani denkt, dass der Tanz ihr zu Ehren aufgeführt wird, der ersten Frau aus dem Dorf, die es zu akademischen Würden gebracht hat.

Stattdessen eröffnen ihr die Eltern, dass sie dem Stammeskönig versprochen ist und der Tanz als Auftakt der geplanten Hochzeitsfeier dient. Elelwani weigert sich beharrlich, wird jedoch mit dem Schicksal ihrer jüngeren Schwester erpresst und willigt schließlich ein. Was dann folgt, ist die filmische Initiation in die archaische Kultur der Venda: ein ethnografischer Krimi mit fantastisch schönen Bildern und einer Handlung, die verstört.

Der Regisseur Ntshaveni Wa Luruli, selbst Venda, eröffnet Einblicke in eine exotische Kultur, ohne sie zu exotisieren, weil er sich konsequent weigert, ihre Geheimnisse zu erklären. (nach: Dorothee Wenner, Forum 2013)